Eisheilige: Warum jetzt besondere Vorsicht im Garten gilt

Die Eisheiligen stehen vor der Tür – eine Zeit, in der es zwischen dem 11. und 15. Mai trotz frühlingshafter Tage noch einmal überraschend kalt werden kann. Gerade junge oder empfindliche Pflanzen reagieren sensibel auf späte Fröste. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lassen sich Schäden jedoch gut vermeiden.

Vorsicht vor dem Frost: Während der Eisheiligen können empfindliche Pflanzen Schaden erleiden.

So schützt man Pflanzen vor den Eisheiligen

  • Vlies & Abdeckhauben bieten zuverlässigen Schutz für Jungpflanzen, Tomaten, Gurken, Kräuter und empfindliche Blühpflanzen.
  • Pflanzenschutzhauben für Kübelpflanzen eignen sich besonders für Oliven, Zitrusgewächse, Oleander und andere mediterrane Arten.
  • Mulch oder Rindenmulch hält den Boden warm und schützt die Wurzeln vor Kälteeinbrüchen.
  • Pflanzen an die Hauswand rücken – dort ist es nachts oft ein paar Grad wärmer.
  • Kübelpflanzen kurzfristig ins Haus oder in die Garage stellen, wenn Nachtfrost droht.

Mit diesen einfachen Schritten kommen Pflanzen sicher durch die letzten kalten Nächte des Frühjahrs.

Wer sind eigentlich die Eisheiligen?

Die Eisheiligen gehen auf fünf Gedenktage aus dem Mittelalter zurück. Zwischen dem 11. und 15. Mai erinnern sie an:

  • Mamertus
  • Pankratius
  • Servatius
  • Bonifatius
  • Sophie – auch bekannt als die „kalte Sophie“

Traditionell gelten diese Tage als besonders frostgefährdet. Viele Gärtner warten deshalb bis nach den Eisheiligen, bevor sie empfindliche Pflanzen wie Tomaten oder Gurken dauerhaft ins Freie setzen.

Klimawandel & Eisheilige: Was sich verändert

Durch den Klimawandel verschieben sich Kälterückfälle häufig etwas nach vorne. Gleichzeitig ist die Natur im Mai oft schon weiter entwickelt. Das führt dazu, dass Obstbäume wie Kirsche, Apfel oder Kiwi heute stärker von Spätfrost bedroht sind als früher.

Fazit

Die Eisheiligen bleiben ein wichtiges Datum für alle Gartenfreunde. Mit etwas Vorbereitung lassen sich Pflanzen jedoch problemlos schützen – und danach kann die Gartensaison richtig durchstarten.