Jetzt für den nächsten Frühling pflanzen

Der Sommer neigt sich dem Ende zu - nun ist die richtige Zeit, um den Garten für das kommende Frühjahr vorzubereiten: mit Blumenzwiebeln. Wer jetzt die kleinen recht unscheinbaren Zwiebeln der Erde versenkt, kann sich im nächsten Jahr über viele Blüten freuen. Neben den Klassikern Tulpen und Narzissen hält der Handel eine große Vielfalt an unterschiedlichen Sorten bereit.

„Auch mit Blumenzwiebeln kann man viel für die heimische Insektenwelt tun und den Garten nachhaltig gestalten. Beispielsweise mit sehr früh blühenden Sorten und offenen Blüten wie Schneeglöckchen, Muscari oder Krokussen“, erklärt Gartenexperte Jürgen Völlmecke. Diese Sorten bieten den Insekten schon Nahrung, wenn die meisten anderen Pflanzen noch im Winterschlaf sind. Wichtig ist allerdings, dass man diese Zwiebeln unter Sträuchern oder auf Flächen setzt, die nicht früh gemäht werden“, sagt der Gartenexperte weiter. Denn die Pflanzen reifen nach der Blüte aus und sammeln Kraft für das kommende Jahr. „Würde man auf der Rasenfläche die Blätter abmähen, würden sie uns das übel nehmen“, erklärt Jürgen Völlmecke. Folgt man allerdings dem Trend des No Mow May, bei dem den ganzen Mai der Rasen wachsen darf und die Natur so unterstützt werden soll, kann man die Zwiebeln der Frühblüher auch einfach im Rasen versenken. 

Insgesamt sind Blumenzwiebeln sehr einfach zu handhaben: Man sollte die Zwiebeln doppelt so tief pflanzen, wie sie groß sind. Berühren dürfen sie sich nicht. Hat man Wühlmäuse im Garten, sollte man auf bewährte Pflanzschalen zurückgreifen. Dann können die kleinen Nager den Zwiebeln nichts anhaben. Von dem Internet-Tipp, dass man Eierkartons verwenden kann, hält der Gartenexperte wenig: „Da passt der Nährstoffmix nicht mehr, wenn die Kartons verrotten“, sagt Jürgen Völlmecke. Im Pflanzloch sollte man im Zweifel gute Pflanzerde oder auch Sand verwenden, denn die meisten Blumenzwiebeln wollen keine lehmigen Böden. Weiteren Dünger brauchen die Blumenzwiebeln in aller Regel zumindest im ersten Jahr nicht. 

Und noch ein Fun-Fact zu Tulpen: Wer das Gefühl hat, dass nach ein paar Jahren gelbe Tulpen Überhand nehmen, liegt richtig. Denn viele rote oder gelbe Tulpensorten sind sehr robust. Einige bunte oder gefüllte Zuchtformen verlieren jedoch nach einigen Jahren ihre Kraft oder verschwinden ganz.