Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist am frühen Morgen. Zwischen fünf und neun Uhr können Pflanzen das Wasser optimal aufnehmen, bevor die Sonne den Boden stark aufheizt. Abends zu gießen ist nur im Notfall sinnvoll, da feuchte Blätter über Nacht das Risiko für Pilzkrankheiten erhöhen. Grundsätzlich sollte Wasser immer direkt an den Wurzelbereich gelangen. Blätter bleiben idealerweise trocken, denn Wassertropfen können in der Sonne wie kleine Brenngläser wirken und zusätzliche Schäden verursachen.
Wichtig ist außerdem, nicht zu häufig, sondern durchdringend zu gießen. Eine kräftige Wassergabe, die tief in den Boden eindringt, fördert starke Wurzeln und macht die Pflanze widerstandsfähiger gegen Hitze. Oberflächliches „Angießen“ führt dagegen dazu, dass die Wurzeln flach bleiben und die Pflanze schneller austrocknet. Mulchschichten aus Rindenmulch, Grasschnitt oder Stroh helfen zusätzlich, die Verdunstung zu reduzieren und den Boden angenehm kühl zu halten.
Topfpflanzen benötigen im Sommer besondere Aufmerksamkeit, da sich Gefäße schnell aufheizen und das Substrat rasch austrocknet. Helle Töpfe reflektieren Hitze besser als dunkle, und Wasserspeicher oder Tonkegel können die Versorgung stabilisieren. Regenwasser ist ideal, da es weicher und meist wärmer ist als Leitungswasser. Ein Gießrand rund um die Pflanze sorgt dafür, dass das Wasser dort bleibt, wo es gebraucht wird – an den Wurzeln.
Auch automatische Bewässerungssysteme wie Tropfschläuche oder Perlschläuche sind im Sommer eine große Hilfe. Sie geben kontinuierlich kleine Wassermengen ab und verhindern extreme Schwankungen zwischen Trockenheit und Nässe. Gleichzeitig sollte man darauf achten, Pflanzen nicht zu überpflegen: Zu viel Wasser kann genauso schaden wie zu wenig. Der Boden darf zwischen den Wassergaben leicht antrocknen, damit die Wurzeln aktiv bleiben und die Pflanze stabil wächst.
Wer diese Tipps beachtet, sorgt dafür, dass Pflanzen auch in heißen Sommerwochen gesund, kräftig und widerstandsfähig bleiben – ganz ohne Stress für Mensch und Garten.
