Südgemüse umfasst Tomaten, Paprika, Peperoni, Gurken, Zucchini, Kürbis, Auberginen und weitere wärmeliebende Kulturen. Der Begriff beschreibt Pflanzen, die ursprünglich aus südlicheren Regionen stammen und daher viel Sonne, warme Böden und stabile Temperaturen benötigen. Mit den steigenden Nachttemperaturen beginnt nun die ideale Pflanzzeit im Freiland. Kühleres Wetter würde das Wachstum stauchen und verzögern, doch aktuell profitieren die Pflanzen von der zunehmenden Sonneneinstrahlung und den sich erwärmenden Böden.
Die Sortenvielfalt ist enorm: Allein bei Tomaten gibt es an die 10.000 Varianten – von historischen Sorten über robuste Freilandtypen bis hin zu Ochsenherz- oder Datteltomaten. Auch bei Paprika, Peperoni und Auberginen ist die Auswahl groß. Peperoni gelten als besonders robust, während Block- und Spitzpaprika deutlich mehr Wärme benötigen und sich im Gewächshaus oder an geschützten Terrassenstandorten am wohlsten fühlen. Auberginen überzeugen nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch: Ihre großen violetten Blüten und leicht schimmernden Blätter verleihen ihnen einen besonderen Zierwert. Gleichzeitig benötigen sie viel Wärme und neigen zu Läusebefall, weshalb ein regelmäßiger Blick auf die Blattunterseiten wichtig ist. Bei starkem Fruchtansatz sollten die Früchte gestützt werden, um Schäden durch das Gewicht zu vermeiden.
Pflanz- und Pflegetipps für Tomaten, Paprika und Auberginen
Nicht veredelte Tomaten sollten tiefer gesetzt werden, etwa zehn Zentimeter, wobei die unteren Blätter entfernt werden. So bilden sich zusätzliche Adventivwurzeln, die die Pflanze kräftigen. Veredelte Pflanzen hingegen dürfen nicht tiefer gesetzt werden, da sonst der Vorteil der Veredelung verloren geht. Paprika und Auberginen profitieren davon, wenn die erste Blüte – die sogenannte Königsblüte – entfernt wird. Das stärkt das vegetative Wachstum und erhöht den späteren Ertrag. Bei Auberginen sollte pro Trieb nur eine Frucht heranwachsen, damit diese groß und kräftig wird.
Veredelte Sorten sind besonders hilfreich an Standorten mit kühleren Böden oder wenn Pflegefehler häufiger vorkommen. Sie wachsen kräftiger, sind toleranter und liefern zuverlässiger Ertrag. Bei Schädlingsdruck, insbesondere durch Blattläuse an Auberginen, helfen im Gewächshaus natürliche Nützlinge wie Marienkäfer. Im Freiland wie auch im Gewächshaus eignen sich Mittel auf Kaliseifenbasis, da sie keine Resistenzen fördern.
